02.04.2021 | 11:19

Das Emmaus Hospiz als Oase

Seit einem Jahr hat Corona unsere Welt im Griff! Nichts geht mehr wie gewohnt – das macht ungeduldig und traurig. In unserem Emmaus Hospiz ist es etwas anders: Die Stimmung im Haus ist gut, das Miteinander entspannt. Natürlich müssen alle eine Maske tragen – nur unsere Gäste nicht. Natürlich muss jeder, der das Haus betritt, getestet werden – auch die Gäste, bevor sie bei uns einziehen. Aber dann ist alles wie immer: Besuch kann kommen, wann immer es gewünscht ist – aber nicht gleich mehrere Besucher auf einmal und nicht über Nacht; die Pflegenden und Ehrenamtliche tun weiter ihre Dienste – wie immer fröhlich und engagiert besuchen sie die Gäste, halten Sitzwachen, erledigen kleine Einkäufe und machen Spaziergänge mit den Gästen, die das noch können. Sie bringen frische Blumen ins Zimmer oder helfen Mahlzeiten zu verteilen. Das Emmaus Hospiz ist eine Oase! Wenn die bekannten Regeln eingehalten werden, läuft der Betrieb wie sonst auch. Alle halten zusammen, auch unter erschwerten Bedingungen. Im ambulanten Dienst ist es schon schwieriger, aber es gibt wohltuende Ausnahmen: Eine Dame, die viel an der frischen Luft sein möchte, bekommt Spaziergangs-Besuch. Sie sagt: »Ich bin sehr krank, wenn nun noch Corona dazu kommt, ist es mir egal!« So bekommt sie Besuch – natürlich mit allen Corona-Regeln. Eine Einschränkung gibt es doch in unserer Oase: Die Spenden, auf die wir so angewiesen sind, sind deutlich zurück gegangen – offenbar haben unsere Besucher zur Zeit wegen Corona größere Sorgen als früher!

Dennoch – das Leben geht weiter, manchmal mühsamer als früher, aber manchmal auch fast wie immer – wie in unserer Oase!

Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Osterfest und auch hier und da eine Oase! Bleiben Sie zuversichtlich und gesund und halten Sie weiter zu uns.

Es grüßt Sie herzlich
Claruta Loeck

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