Hospizarbeit

Historie

Geschafft! Die Spendenaktion im Dezember 2012

Schon 2006 wurde der Blankeneser Hospiz e.V. gegründet. Die Initiatorin Clarita Loeck hatte nach eigenen Erfahrungen mit dem Tod in der Familie und bei einer Freundin zunächst selbst eine Ausbildung zur Begleiterin von Sterbenden gemacht und währenddessen die Idee entwickelt, für den Hamburger Westen ein stationäres, christliches Hospiz zu errichten. Als eine Voraussetzung für die Gründung eines Hospizes ist ein etablierter ambulanter Hospizdienst.

Die Psychologin Annette Susanne Hecker leitet seither maßgeblich die Kurse  für zukünftige ehrenamtliche Begleiter. Im Januar jeden Jahres  beginnt ein zehnmonatiger Kurs. Nach den ersten beiden Ausbildungskursen standen die ersten Ehrenamtlichen für eine ambulante Sterbebegleitung zur Verfügung.

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Das Richtfest im Mai 2016
Richtfest und Grundsteinlegung im Juni 2016

Zeitgleich versammelte Clarita Loeck einen Kreis von Experten um sich – einen Theologen, zwei Palliativmediziner, zwei Juristen, u.a. aus der Baubehörde, Finanzexperten, eine Pflegekraft aus einem Hospiz und weitere Engagierte, die ihre Kompetenzen für den Initiativkreis zur Verfügung stellten. Dieser Kreis traf sich seither einmal monatlich um alle Gedanken zur Gründung eines stationären Hauses zusammen zu tragen. Gleichzeitig suchte die Initiatorin Clarita Loeck mit einigen aus dem Kreis ein geeignetes Grundstück für den Kauf oder Bau eines stationären Hauses. Schließlich fand sich mithilfe eines großzügigen Spenders ein Haus in der Godeffroystrasse, unmittelbar hinter der Blankeneser Marktkirche.

Ein großzügiger Spender machte es möglich, dass das Haus um- und angebaut werden konnte. Eine Arztpraxis mit einem Palliativmediziner und eine Penthousewohnung blieben weiter im Besitz des Spenders, der zu dem Erwerb des Hauses und Grundstückes 1 Mio € spendete. 2014 wurde eine Stiftung gegründet, die von da an der Bauherr des Hospizes ist. Im Sommer 2015 wurde der erste Spatenstich gefeiert, gefolgt von der Grundsteinlegung im Sommer 2016 und dann begann eine mühsame und zugleich spannende Bauphase. Im Juli 2017 wird das Emmaus Hospiz eröffnet.

Wofür wir stehen – unsere Ziele

Menschen, die in unserem Hospiz wohnen oder die als Angehörige und Freunde zu Gast sind, sollen atmosphärisch spüren können, dass  ein christlicher Geist der Arbeit dem Emmaus Hospiz zugrunde liegt. Sie sollen sich willkommen wissen, wertgeschätzt, so wie sie sind, unabhängig von Alter, Konfession oder Weltanschauung.

Die Bewohner stehen für uns im Mittelpunkt mit ihren Ängsten, Sorgen, Schmerzen, Wünschen und Bedürftnissen. Sie werden kompetent unter den Aspekten von Palliative care gepflegt und liebevoll begleitet. Angehörige und Freunde werden in die Begleitung selbstverständlich und kontinuierlich miteinbezogen. 

Zur physischen Versorgung und menschlichen Zuwendung gehört für uns die spirituelle Dimension. Seelsorgerliche Angebote, Gottesdienste gehören als freies Angebot zu unserm Haus.

Zum hauptamtlichen Fachpersonal gehört die qualifizierte ehrenamtliche Mitarbeit im Hospizdienst. Sie ist für uns konstitutiv, vor allem im ambulanten Bereich. Um helfen zu können ist eine Ausbildung nötig. Sie umfaßt 100 Stunden. Selbstverständlich haben sich alle Mitarbeitenden auf die absolute Diskretion und Schweigepflicht festgelegt. Hier erfahren Sie mehr über die Ausbildung

Im Raum der Stille können betroffene Kranke, Mitarbeiter und Angehörige zur Ruhe kommen, vielleicht im Gebet verharren. Der Raum bietet seinen Besuchern eine besondere Atmosphäre zur inneren Einkehr.

Die Stiftung

2013 wurde die Stiftung Emmaus Hospiz gegründet. Den Vorsitz hat Clarita Loeck. Stellvertretender Vorsitzender ist Dr. Wolf-Dieter Hauenschild (Rechtsanwalt). Außerdem gehört in den Vorstand Ulrich Zeiger (Architekt) und Bernd Cloppenburg (Rechtsanwalt und Steuerberater). Im Kuratorium der Stiftung sind sechs Mitglieder: Den Vorsitz hat Dr. Thomas Klischan (Jurist), stellvertretender Vorsitzender ist Gilbert Beschütz (Jurist), Helmut Plank emer. Pastor der Blankeneser Kirchengemeinde, Hermann Loeck (Banker) und Frie Bräsen (Propst für den Kirchenkreis Hamburg West/Südholstein).

Eine Stiftung genießt vertrauensvolles öffentliches Ansehen, ist – wie auch der Hospizverein – gemeinnützig und steht unter staatlicher Aufsicht.

Die Emmaus Hospiz Stiftung ist Bauherrin des Hospizgebäudes und sammelt das Geld zur Errichtung, Einrichtung und Instandhaltung des Hauses. Spender, die eine größere Summe Geldes für das Hospiz spenden möchten, können z.B. eine Zustiftung machen.

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